TIR referiert an internationaler Tierschutzkonferenz in Strasbourg
An der internationalen EGALS-Konferenz "Droit et éthique de l'animal" trafen sich am 21. und 22. Oktober Tierschutzjuristen aus ganz Europa in Strasbourg. Tier im Recht (TIR) war mit einer Viererdelegation an der Veranstaltung vertreten und referierte zur Rechtslage von Schlachttieren in der Schweiz.
24.10.2016
Am 21. und 22. Oktober fand im Amphithéâtre du Collège Doctoral Européen in Strasbourg (Frankreich) die internationale Tierschutzkonferenz "Droit et éthique de l'animal" mit über 120 Teilnehmern aus ganz Europa statt. Die Veranstaltung ist Teil des Masterprogramms "Animal: Science, Law and Ethics" (siehe Newsmeldung vom 3. Juni 2015).
Sie widmete sich in ihrem rechtlichen Teil der Problematik der Tierschlachtung. Tierschutzjuristen aus Frankreich, Finnland, Polen, Grossbritannien und der Schweiz informierten dabei über die rechtliche Situation in ihren Staaten und in der Europäischen Union.
In seinem Referat legte TIR-Geschäftsleiter Dr. Gieri Bolliger die Rechtssituation in der Schweiz dar, die in verschiedener Hinsicht tierschutzfreundlicher ist als in vielen anderen Ländern. Insbesondere ist in der Schweiz schon seit über 120 Jahren das Schächten, d.h. die rituelle Schlachtung von Tieren ohne vorhergehende Betäubung, verboten.
In einer abschliessenden Podiumsdiskussion stellten sich die Referenten den Fragen des Publikums, wobei eine sehr angeregte Diskussion entstand.
Die Konferenz wurde von der Eurogroup for Animal Law Studies (EGALS) organisiert, die Tierschutzjuristen und Akademiker aus ganz Europa verbindet. Die TIR, die seit vielen Jahren Mitglied von EGALS ist, war mit einer Viererdelegation in Stasbourg vertreten. Neben Gieri Bolliger nahmen auch Vanessa Gerritsen, Christine Künzli und Andreas Rüttimann an der Veranstaltung teil.
Wir danken den Organisatoren, insbesondere EGALS-Koordinator Jean-Marc Neumann und Cédric Sueur, für die perfekte Durchführung der Konferenz und freuen uns bereits heute auf die nächste EGALS-Konferenz, die voraussichtlich 2017 in Skandinavien oder Polen stattfinden wird.
Diese europäischen Universitäten bieten bereits Lehrgänge im Bereich Animal Law an.