TIR und ProTier: Infoveranstaltung zu Mode und Pelz an der Stiftsschule Einsiedeln
Die beiden Organisationen ProTier – Stiftung für Tierschutz und Ethik und Stiftung für das Tier im Recht (TIR) haben am vergangenen Freitag an der Stiftsschule Einsiedeln über Pelzmode und -herstellung referiert und mit den Schülerinnen und Schülern der 5. Klassen verschiedene Fragestellungen zum Thema diskutiert. Ziel war es, die Jugendlichen zum Nachdenken und zu einem wohlüberlegten Konsumverhalten anzuregen.
14.02.2017
Die 16-jährige Schülerin Sarah Maier, die sich in ihrer Maturaarbeit dem Thema "Pelzindustrie und Pelzmode" widmet, hat gemeinsam mit der TIR die Idee entwickelt, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf die Herstellungsmethoden trendiger Pelzkrägen und -bommel aufmerksam zu machen. Mit freundlicher Unterstützung ihres Lehrers Florentin Bucher organisierte sie eine Veranstaltung, an der verschiedene Standpunkte zu Wort kommen sollten.
Neben den beiden Tierschutzorganisationen waren auch der Schweizerische Pelzfachverband SwissFur und dessen Mitglieder eingeladen, an einer Podiumsdiskussion teilzunehmen. Weil vonseiten der Pelzindustrie niemand an der Veranstaltung teilnehmen konnte, wurden deren Argumente direkt mit den Schülerinnen und Schülern diskutiert. Einen Überblick über die rechtliche Situation und die Importzahlen bot Vanessa Gerritsen als Vertreterin der TIR. Barbara Kerkmeer von ProTier konfrontierte die Anwesenden mit ethisch-moralischen Fragen zum Thema.
Es entwickelte sich eine angeregte Diskussion, in deren Rahmen auch Wirtschaftlichkeitsüberlegungen und Vergleiche mit der Fleisch- und Lederindustrie angestellt wurden. Debattiert wurde zudem über Sinn und Unsinn eines Importverbots für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte – eine Massnahme, die von den Tierschutzorganisationen seit Jahren gefordert wird. Im Weiteren erfuhren die Teilnehmenden, wie Echt- von Kunstpelz zu unterscheiden und wie die entsprechenden Produkte deklariert werden müssen.
Die TIR freut sich über die gelungene Veranstaltung und dankt Sarah Maier für ihr grossartiges Engagement sowie Florentin Bucher für die freundliche Unterstützung und Ermöglichung dieses Events. Anlässe dieser Art sind aus Sicht der TIR wichtig, um Konsumentinnen und Konsumenten eine aufgeklärte, verantwortungsvolle und bewusste Entscheidung zu ermöglichen.