Der November im Zeichen des Films: TIR präsentiert "Food for Profit" und "SLAY"

Als Presenting Partner durfte die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) vergangenen Monat gleich zwei wichtige, tierschutzrelevante Filme vorstellen: Das Filmfestival "Films for Future" in Zürich zeigte den Dokumentarfilm "Food for Profit" in seinem diesjährigen Programm. Gemeinsam mit PETA Schweiz präsentierte die TIR zudem den Film "SLAY" geladenen Gästen aus der Modebranche, organisiert von der Tierschutzaktivistin und Lifestyle-Bloggerin Daphne Chaimovitz.

03.12.2024

Seit 2013 zeigt das Zürcher Filmfestival "Films for Future" gesellschaftlich relevante Filme zum Thema Umwelt und Klimakrise. Die Organisatoren setzen ihren Fokus gemäss ihrem Motto "Sehen – Verstehen – Tun" auf Dokumentationen über aktuelle ökologische, soziale und ethische Herausforderungen und wollen damit das Publikum nicht nur informieren, sondern inspirieren und zum Handeln bewegen. Der Dokumentarfilm "Food for Profit" von Giulia Innocenzi und Pablo D'Ambrosi deckt eindrücklich die Verflechtungen zwischen der Milch- und Fleischindustrie, Lobbyismus und politischer Macht in Europa auf. Die Filmemacher kritisieren die intensive Landwirtschaft (Massentierhaltung), die von der EU fast überall in Europa massiv finanziell unterstützt wird. Zusammen mit einem verdeckt recherchierenden internationalen Expertenteam zeigt Innocenzi die Hauptprobleme dieser industriellen Produktionsweise auf: Tierleid, Wasserverschmutzung, Ausbeutung von Wanderarbeitern, Verlust der Artenvielfalt sowie die Gefahren durch den Einsatz von Antibiotika und die Entwicklung gentechnisch veränderter Organismen. Die TIR präsentierte Anfang Jahr in Zürich bereits die Schweizer Filmpremiere dieser wichtigen Dokumentation. Umso mehr hat sich die TIR über die Kooperation mit "Films for Future" gefreut, um den Film erneut öffentlich zu zeigen. Nach der Vorführung wurde Giulia Innocenzi online in den Kinosaal zugeschaltet, um Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Im Anschluss daran erläuterte Dr. Vanessa Gerritsen, Juristin und Mitglied der TIR-Geschäftsleitung, den Anwesenden die Relevanz des Dokumentarfilms für die Schweiz und zeigte Parallelen zur Tierschutzsituation und dem politischen System in der Schweiz auf.

Der Dokumentarfilm "SLAY" begleitet Regisseurin Rebecca Cappelli auf ihrer Recherche zu den Hintergründen der Herstellung von Leder, Pelz und Wolle für die Modeindustrie. Beeindruckend wird gezeigt, dass diese Produkte oft mit erheblichem Tierleid und schwerwiegenden Umweltproblemen verbunden sind. Thematisiert werden etwa der Einsatz gesundheitsschädlicher Chemikalien bei der Herstellung von Leder und die damit verbundenen verheerenden Auswirkungen für die Gesundheit der in den Gerbereien beschäftigten Menschen und die Umwelt sowie die tierquälerischen Praktiken im Rahmen der Gewinnung von Pelz- und Wolle. Zudem wird offengelegt, wie die Industrie ihr Image durch Greenwashing aufpoliert und ihre Produkte fälschlicherweise als nachhaltig vermarktet.

"SLAY" bietet einen erschütternden Einblick in die Abgründe der modernen Modebranche, stellt aber auch praktikable, nachhaltige und ethisch vertretbare Alternativen vor. Im Oktober 2022 fand in Zürich die von der TIR präsentierte Schweizer Premiere von "SLAY" statt. Ende November durfte die TIR den Film gemeinsam mit PETA Schweiz geladenen Gästen aus der Modebranche (Designer, Influencer und Mode-Blogger) präsentieren. Organisiert wurde der Event von TIR-Freundin, Tierschutzaktivistin und Lifestyle-Bloggerin Daphne Chaimovitz. Rebecca Capelli war vor Ort und stand im Anschluss an die Filmvorführung für ein Interview sowie für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung.

"SLAY" und "Food for Profit" sind zwei eindrückliche Dokumentarfilme, die zeigen, wie Tiere, Menschen und die Umwelt systematisch für Modeartikel und die Lebensmittelproduktion ausgebeutet werden. Sie decken die irreführenden Praktiken von Unternehmen auf, die ihre Produkte oft fälschlicherweise als nachhaltig oder unproblematisch vermarkten. Beide Filme appellieren direkt an das Publikum und vermitteln die Botschaft, dass Transparenz und Aufklärung wichtig sind, um die Realität hinter den Produkten, die wir täglich konsumieren, sichtbar zu machen. Gleichzeitig ermutigen sie dazu, nachhaltige und ethisch vertretbare Alternativen zu unterstützen – sei es durch den Verzicht auf Modeartikel tierischen Ursprungs oder die Entscheidung für eine pflanzenbasierte Ernährung.

Für die TIR war es eine grosse Ehre, die beiden wichtigen Filme erneut präsentieren zu dürfen und bedankt sich bei den Organisatoren von "Films for Future", Daphne Chaimovitz und PETA Schweiz für die gute Zusammenarbeit und die gelungenen Abende. Es ist ein Anliegen der TIR, tierschutzrelevante Filme zu unterstützen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Sie ist beeindruckt vom Mut der beiden Filmemacherinnen und ist überzeugt, dass beide Filme einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Öffentlichkeit über tierquälerisch hergestellte Produkte – sei es in der Modebranche oder in der Lebensmittelproduktion – leisten.