Jagd: Ende der englischen Hetzjagd - dafür aufkommende bedenkliche Internetjagd

18.02.2005

Aus dem Bereich Jagd gibt es gleichzeitig positive und negative Neuigkeiten zu vermelden. Erfreuliche Nachrichten erreichen uns aus Grossbritannien, wo die Jahrhunderte alte Hetzjagd auf Füchse und andere Pelztiere nach siebenjährigem Ringen nun endlich untersagt ist. Das entsprechende Verbot der vor allem in ländlichen Gebieten tief verwurzelten, jedoch klar tierschutzwidrigen Tradition ist heute (18.02.2005) in Kraft getreten.

Da das britische Oberhaus seine Zustimmung zum Verbot bis zum Schluss verweigert hatte, war hierfür eine Sondervollmacht des Parlaments erforderlich. Mit dem sog. Parliament Act - der in den letzten 50 Jahren lediglich dreimal angewendet wurde - kann das Unterhaus ein Gesetz auch ohne die Zustimmung des House of Lords durchsetzen.

Im Gegenzug müssen wir erschreckende Tendenzen aus den USA zur Kenntnis nehmen, wo ein texanischer Rancher eine ferngesteuerte Internet-Jagd auf lebende Tiere ins Leben rufen möchte. Per Mausklick kann dabei die zuvor mit Kreditkarte bezahlte Munition auf ein zuvor ausgewähltes Tier, das sich im entsprechenden Zielgebiet befindet, abgefeuert werden. Die Stiftung für das Tier im Recht verurteilt solch realitätsferne und lebensverachtende Praktiken ausdrücklich und hofft, dass die amerikanischen Behörden und der Druck der Öffentlichkeit dafür sorgen werden, dass das bereits weit fortgeschrittene Projekt nicht realisiert wird.

Für weitere Informationen und Anregungen rund um das Thema "Jagd" beachten Sie bitte unser Argumentarium.