TIR unterstützt Aktion "Tiere sind keine Fracht!"
Heute findet weltweit der Aktionstag "Animals Are Not Freight" ("Tiere sind keine Fracht") statt. Tierschutzorganisationen in aller Welt, darunter die Stiftung für das Tier im Recht (TIR), machen damit auf das immense Leid aufmerksam, das Tieren auf Langzeittransporten zugemutet wird.
29.08.2016
"Schlacht-" und "Mastvieh" wird aufgrund einer fehlgeleiteten Subventionierungspolitik oft quer durch Kontinente hindurch oder sogar darüber hinweg verfrachtet. So werden etwa zwei Millionen Nutztiere jährlich aus der EU exportiert. Solche Transporte per LKW oder Schiff sind für die betroffenen Tiere mit immensem Stress und grossem Leid verbunden. Den Tieren steht kaum Platz zur Verfügung, viele können während Stunden nicht richtig stehen, was zu panischen Reaktionen und Verletzungen führen kann. Manche Tiere sind tagelang unterwegs und leiden unter extremen Temperaturen. Sie haben keine Ruhemöglichkeiten und oft auch nicht ausreichend Nahrung und Wasser.
In der Schweiz ist die Fahrzeit bei Tiertransporten zwar auf sechs Stunden beschränkt, und die Durchfuhr von Rindern, Schafen, Ziegen, Schweinen, Schlachtpferden und Schlachtgeflügel auf der Strasse ist nicht erlaubt. Das Transitverbot für Langstreckentransporte steht politisch aber immer wieder zur Diskussion, weil die Schweiz nach und nach EU-Recht übernimmt. Zudem führt das im Grunde begrüssenswerte Transitverbot dazu, dass Lebendtransporte die Schweiz umfahren. Das Thema betrifft deshalb auch die Schweiz.
Auch hierzulande wird das in beträchtlichen Mengen importierte Fleisch solcher Tiere bedenkenlos konsumiert. Es gibt keinen Weg, das Wohlergehen der betroffenen Tiere auf diesen langen Transportwegen sicherzustellen. Der Aktionstag "Tiere sind keine Fracht" will auf die leidenden Tiere auf ihrem langen Weg in den Tod aufmerksam machen. Von der Organisation Compassion in World Farming CIWF initiiert, finden heute weltweit Aktionen und Veranstaltungen verschiedener Tierschutz- und Tierrechtsorganisationen statt. Ziel ist es, die Bevölkerung und die Politik für die Thematik zu sensibilisieren und Veränderungen im Konsumverhalten und in der Subventionspolitik zu bewirken.
Die TIR unterstützt die Aktion und bittet alle Tierfreunde, bei ihren Einkäufen auch an diese Tiere zu denken. Im Rahmen der Alliance Animale Suisse setzt sie sich auf politischer Ebene im Übrigen für ein Importverbot tierquälerisch erzeugter Produkte ein (siehe Newsmeldung Alliance Animale Suisse).
Weitere Informationen: