Weltrangertag am 31. Juli 2017
Der heutige Weltrangertag ist allen Rangern gewidmet, die während ihres Dienstes getötet oder verletzt wurden. Eine gute Gelegenheit für die Stiftung für das Tier im Recht (TIR), auf die immens wichtige und gleichzeitig gefährliche Arbeit hinzuweisen, die jene Menschen zum Schutz von Tieren tagtäglich leisten. Vor zwei Jahren besuchte die TIR die Anti-Poaching and Tracking Specialists (ATS) in Simbabwe und durfte dort einen eindrücklichen Einblick in deren Arbeit zum Schutz der Nashörner gewinnen.
31.07.2017
Jeden Tag riskieren Ranger ihr Leben, um Wildtiere vor Wilderei und anderen Bedrohungen zu schützen. Nicht immer sind sie dafür ausreichend ausgerüstet oder sogar ausgebildet. Dies erhöht das Risiko, bei der Arbeit verletzt oder getötet zu werden. Hier setzt Bryce Clemence, Direktor und Ausbilder der ATS an: Er bildet die Ranger des National Parks in Simbabwe erstklassig aus, denn ohne sie hätten die Nashörner kaum eine Chance. Sein Team und er sind verantwortlich für die Koordinierung der Bemühungen gegen die Wilderei im Savé Valley Conservancy, im Südosten von Simbabwe.
Die Wilderei und der damit verbundene illegale Handel mit Tieren und Tierprodukten sind Teil der organisierten Kriminalität, deren Bekämpfung eine grosse Herausforderung darstellt, insbesondere da Wilderer immer besser ausgerüstet sind. Demgegenüber steht das in der Regel unzureichende Budget für notwendige Schutzmassnahmen, was den Kampf gegen die Wilderei enorm erschwert. Für die TIR umso erfreulicher war die positive Nachricht im letzten Jahr über die Ergreifung einer Wildereibande, die für den Tod etlicher Tiere und für mehrere verwaiste Jungtiere verantwortlich war.
Diese Festnahme war allein der sorgfältigen, effizienten und entschlossenen Arbeit von Bryce und seinem Team zu verdanken. Dieses Jahr konnten sie zudem einen ersten grossen Erfolg mit einer neuen Hundestaffel erzielen. Die Hunde unterstützen die Anti-Wildereieinheit, die auch am Wochenende im Einsatz ist, bei der Spurensuche. Auch wenn die Wilderer in diesem Fall nicht gefasst wurden, konnten sie frühzeitig aufgespürt werden. Ohne die Arbeit des engagierten Teams wäre der Tod mindestens eines Nashorns praktisch besiegelt gewesen.
Die TIR möchte Bryce Clemence und seinem Team heute für ihre grossartige und aufopfernde Arbeit zum Schutz der Nashörner danken. Die Arbeit der ATS ist übrigens auch eine Familienangelegenheit: Seine Frau Lara und sein Bruder Shannon sind ebenfalls im Kampf gegen die Wilderei aktiv. Sein Vater Pete unterstützt ein Junior Ranger Programm, welches simbabwische Kinder im traditionellen Handwerk schult und Naturschutz als zentralen Wert lehrt. Aus Sicht der TIR der richtige Ansatz für einen nachhaltigen Schutz von Wildtieren.