"Triple A des Tierschutzes": Maya Graf und Matthias Aebischer ausgezeichnet

Nationalrätin Maya Graf (Grüne/BL) und ihr Ratskollege Matthias Aebischer (SP/BE) sind von der Alliance Animale Suisse mit dem "Triple A des Tierschutzes" ausgezeichnet worden. Die Alliance Animale Suisse, der auch die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) angehört, ehrt Maya Graf für ihr langjähriges und vorbehaltloses Engagement für die Besserstellung der Tiere in der Politik. Matthias Aebischer wird wegen seines mutigen Einsatzes für ein Importverbot von Qualprodukten zum "Ambassadeur actif des Animaux" ernannt.

13.12.2017

Einmal im Jahr vergibt die Alliance Animale Suisse das "Triple A des Tierschutzes" für eine oder einen "Ambassadeur actif des Animaux". Während das Verständnis für die Anliegen der Tiere in der Bevölkerung auch in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, scheint die Politik diese Entwicklung hartnäckig zu ignorieren: Tierschutzanliegen finden in den beiden Räten nur in Ausnahmefällen eine Mehrheit. Sie werden wirtschaftlichen Interessen immer untergeordnet.

Umso wichtiger ist es, den raren Stimmen in der Politik, die sich trotz Gegenwind hartnäckig für den Schutz der "stummen Kreatur" einsetzen, die verdiente Wertschätzung entgegenzubringen. Durch die Auszeichnung sollen Parlamentarierinnen und Parlamentarier ermutigt werden, vermehrt griffige Forderungen zur Schliessung von Lücken in Gesetzgebung und Vollzug des Tierschutzrechts in die politische Debatte einzubringen. Bislang nicht an Tierschutzanliegen interessierten Mitgliedern der Räte soll aufgezeigt werden, dass der Tierschutz einem grossen öffentlichen Interesse mit Verfassungsrang entspricht, dem durch die Volksvertreter Nachachtung zu verschaffen ist. Die "Tierschutzfreundlichkeit" von

Politikerinnen und Politikern wird im Weiteren auch zunehmend zu einem wichtigen Kriterium im Rahmen der Parlamentswahlen.

Maya Graf engagiert sich bereits seit ihrer Wahl in den Nationalrat 2001 immer wieder mit Nachdruck für den Schutz von Tieren, insbesondere im Bereich der Tierversuche und der Förderung von Ersatzmethoden. Matthias Aebischer stach mit seiner mutigen Motion "Importverbot für tierquälerisch erzeugte Produkte" hervor, die er 2015 im Nationalrat einreichte. Das an sich naheliegende und konsequente Anliegen erfährt von verschiedener Seite grossen Widerstand.

Als erste Preisträgerin hatte die von den Tierschutzorganisationen Animal Trust, Wildtierschutz Schweiz und TIR getragene, politisch aktive Allianz im letzten Jahr bereits Ständerätin Pascale Bruderer für ihr Engagement gegen Pelzimporte ausgezeichnet. Die Alliance Animale Suisse und ihre Trägerorganisationen werden ihr Engagement angesichts des grossen Nachholbedarfs und der wachsenden Unterstützung in der Öffentlichkeit unvermindert fortsetzen.

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