"Cody - the dog days are over" – ein bewegender und unterstützenswerter Dokumentarfilm

"Cody – the dog days are over", ein Dokumentarfilm, der sich noch in der Entstehungsphase befindet, zeigt anhand der Geschichte von Cody, einem adoptierten Strassenhund aus Rumänien, die Folgen der Adoption eines Strassenhundes und untersucht dabei allgemein das Verhältnis zwischen Menschen und Tieren.

09.01.2018

Im September 2013 sorgte in Rumänien ein Vorfall, bei dem ein Junge von einem Hund auf der Strasse gebissen und getötet wurde, für Aufruhr. Berichten von Augenzeugen zufolge wurde der Junge aber gar nicht von Strassenhunden, sondern von Wachhunden auf einem mangelhaft gesicherten Firmengelände angegriffen. Trotzdem forderte die wütende Bevölkerung eine schnelle Lösung des "Streunerproblems". Daraufhin verabschiedete das rumänische Parlament im Eilverfahren ein Gesetz, wonach eingefangene Strassenhunde, die innert 14 Tagen nicht weitervermittelt werden können, getötet werden dürfen. Tausende Strassenhunde wurden in der Folge auf brutalste Weise eingefangen und qualvoll getötet.

Anlässlich dieser prekären Situation verfasste die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) gemeinsam mit 57 anderen Tierschutzorganisationen unter der Leitung der Tierpartei Schweiz (TPS) einen offenen Brief an den Bundesrat mit der Aufforderung, bezüglich der Tierschutzsituation in Rumänien Stellung zu beziehen und die Massentötungen scharf zu kritisieren. Der internationale Druck führte tatsächlich zur Abschaffung dieses Gesetzes, wobei aber das Einfangen und Töten von Strassenhunden Berichten zufolge inoffiziell weiterhin anhält.

Strassenhunden wird weltweit generell wenig Respekt entgegengebracht und die Bereitschaft einen Streuner zu

adoptieren ist in der Bevölkerung noch sehr gering. Der Dokumentarfilm "Cody – the dog days are over" erzählt die Geschichte des adoptierten Strassenhundes Cody und seiner menschlichen Begleiter.

Der Schweizer Autor, Regisseur und Produzent des Films, Martin Skalsky, will in dessen Rahmen einerseits auf das Elend von (rumänischen) Strassenhunden aufmerksam machen und andere dazu animieren, die Adoption eines Streuners in Erwägung zu ziehen. Andererseits möchte Martin damit auch die Beziehung zwischen Menschen und Hunden, aber auch Tieren im Allgemeinen, genauer untersuchen. Dabei sollen unser Umgang mit Tieren hinterfragt und wir aufgefordert werden, Tiere als mehr als nur Lebensmittel und Unterhaltungsobjekte zu verstehen.

"Cody – the dog days are over" befindet sich noch in der Entstehungsphase, wobei er bis anhin fast ausschliesslich aus der eigenen Tasche der Filmemacher finanziert wird, weshalb sie für weitere Aufnahmen, Materialien, Reisen, Postproduktion, etc. auf Spenden angewiesen sind. Die TIR erachtet dieses Filmprojekt als enorm wichtige Aufklärungsarbeit, die viele Menschen zum Denken und hoffentlich auch zum Handeln anregen wird. Helfen Sie den Machern dieses Filmes und damit auch Strassenhunden und anderen Tieren mit Ihrer Spende.