Neuer TIR-Flyer: Mit Wissen gegen Tierquälerei

Die jährliche TIR-Analyse des Schweizer Tierschutzstrafvollzugs fördert regelmässig erhebliche Mängel bei der Verfolgung und Beurteilung von Tierquälereien und anderen Widerhandlungen gegen das Tierschutzgesetz zutage. So werden Tierschutzverstösse nach wie vor häufig bagatellisiert und die Täter in vielen Fällen nicht angemessen bestraft. Einer der Hauptgründe für die Vollzugsmängel liegt in den oftmals unzureichenden Fachkenntnissen der Strafbehörden im Tierschutzstrafrecht. In ihrem aktuellen Flyer zeigt die TIR auf, welche Ausbildungsmöglichkeiten und Hilfestellungen sie anbietet, um diesem Problem entgegenzuwirken.

14.02.2020

Um die rechtliche Situation von Tieren und die Umsetzung der bestehenden Bestimmungen nachhaltig zu verbessern, braucht es motivierte Juristinnen und Juristen, die sich auf das Tierschutzrecht spezialisieren und auf wissenschaftlicher wie auch auf Vollzugsebene einen wichtigen Beitrag für den Schutz der Tiere leisten. Aus diesem Grund ist die TIR sehr aktiv im Bereich der Förderung des juristischen Nachwuchses im Tierschutzrecht. U.a. bietet die TIR Studierenden und Hochschulabsolventen die Möglichkeit, im Rahmen eines vier- bis sechswöchigen Kurzpraktikums, Erfahrungen auf dem Gebiet des Tierschutzrechts zu sammeln. Überdies führt die TIR gemeinsam mit dem Lehrstuhl von Prof. Daniel Jositsch regelmässig Seminare zum Tierschutzstrafrecht an der Universität Zürich durch.

Durch die Ausbildung und Betreuung interessierter Juristen werden optimale Voraussetzungen für die Weiterentwicklung des Tierschutzrechts und dessen konsequenten Vollzug geschaffen.

Dieser hängt aber ebenfalls in erheblichem Masse von den Bemühungen und dem Fachwissen der zuständigen Amtsstellen ab. Im Hinblick auf die korrekte Anwendung der Gesetzesbestimmungen kommt der Ausbildung der mit den entsprechenden Aufgaben betrauten Personen daher eine herausragende Bedeutung zu. Die TIR bietet deshalb verschiedene Hilfestellungen, indem sie beispielsweise kantonale Polizeikorps im Tierschutzrecht ausbildet oder im Rahmen ihrer Schriftenreihe "Schriften zum Tier im Recht" Fachliteratur zu den rechtlichen Grundlagen des Tierschutzes publiziert. Zudem hat sie massgeblich an der Errichtung des im November 2019 lancierten nationalen E-Learing-Programms "Polizei und Tierschutz" mitgearbeitet, das Polizeibeamten dabei helfen soll, Tierschutzverstösse zu erkennen und die richtigen Massnahmen einzuleiten.

Sämtliche TIR-Informationsflyer können bei der TIR-Geschäftsstelle bestellt werden.