Neuer TIR-Flyer: Stopp dem Import tierquälerisch erzeugter Pelzprodukte

Obwohl hinlänglich bekannt ist, dass die Herstellung von Pelzprodukten für die betroffenen Tiere mit grossen Qualen verbunden ist und die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung die brutalen Haltungs-, Fang- und Tötungsmethoden von Pelztieren klar ablehnt, sind die Verkaufszahlen von Pelzwaren in der Schweiz in den letzten Jahren wieder stark angestiegen. In ihrem aktuellen Flyer zeigt die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) auf, wie sie sich für ein Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzerzeugnisse engagiert und wie sie die Bevölkerung auf die mit der Pelzproduktion verbundenen Probleme aufmerksam machen möchte.

30.09.2020

In der Schweiz gilt seit 2014 eine Deklarationspflicht für Pelzprodukte. Diese sieht vor, dass auf sämtlichen zum Verkauf angebotenen Pelzwaren anzugeben ist, von welcher Tierart das Fell stammt, wo das Tier lebte und wie es gehalten beziehungsweise gejagt wurde. Die Deklarationspflicht wurde eingeführt, um Kundinnen und Kunden eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen und auf diese Weise eine Senkung des Konsums von Pelzprodukten zu bewirken. Aufgrund schwammiger Bestimmungen und erheblicher Mängel in der Umsetzung wurden diese Ziele bisher jedoch klar verfehlt. So gelangte auch der Bundesrat in einem 2018 veröffentlichten Bericht zum Schluss, dass die Deklarationspflicht das Kaufverhalten der Kundschaft kaum verändert habe. Daran hat auch die im vergangenen April in Kraft getretene Teilrevision der Pelzdeklarationsverordnung nichts geändert.

Um zu verhindern, dass Produktionsformen im Ausland, die bei einer grossen Mehrheit der Schweizer Bevölkerung aus ethischen Gründen auf Ablehnung stossen, nicht durch eine entsprechende Nachfrage in der Schweiz gefördert werden, wäre ein Importverbot für tierquälerisch hergestellte Pelzprodukte dringend geboten.

Im Dezember 2019 hat Nationalrat Matthias Aebischer (SP/BE) eine Motion für ein Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte eingereicht, an deren Ausarbeitung die TIR beteiligt war. Die TIR hofft, dass das Parlament dem Vorstoss zustimmen und so ein Zeichen für den Tierschutz setzen wird. Zur Unterstützung der Motion hat die Kampagnenorganisation Campax eine von zahlreichen Tierschutzorganisationen - darunter auch die TIR - unterstützte Petition lanciert. Durch das Sammeln möglichst vieler Unterschriften soll dem Parlament aufgezeigt werden, dass die Forderung der Motion einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung entspricht.

Sämtliche TIR-Informationsflyer können bei der TIR-Geschäftsstelle bestellt werden.