Mehr Schutz für unsere Gewässer und ihre Bewohner
Plastik in Binnengewässern und Meeren stellt ein wachsendes Problem für Mensch und Tier dar. Ist Plastik, beispielsweise über Kunststoffverpackungen, einmal in die Umwelt gelangt, zerfällt es in immer kleinere Teile, bis es für das menschliche Auge nicht mehr erkennbar ist.
Wassertiere verwechseln Plastik nicht selten mit Nahrung und nehmen es auf. Dies kann zu schweren inneren Verletzungen, erheblichen Leiden und Schmerzen und letztlich gar zum Verhungern mit vollem Magen führen. Darüber hinaus verfangen sich Tiere immer wieder in Plastikteilen und verenden qualvoll. Plastik enthält zudem Giftstoffe wie Weichmacher und reichert sich im Meer mit weiteren Umweltgiften an. Über die Nahrungskette erreichen diese auch den Menschen.
Aber nicht nur über Plastikverpackungen, sondern auch über Kosmetik- und Haushaltsartikel, die mit Mikro- oder Nanoplastikteilen versetzt sind, gelangt Plastik in unsere Gewässer. Es dient darin vor allem als Füll-, Schleif- oder Bindemittel. Im Weiteren lösen sich auch beim Waschen von Kunststofftextilien kleinste Partikel, die in der Folge in die Umwelt gelangen.
Obwohl die Schweiz als eines der weltweit reichsten Länder mit strengen Gesetzen Massstäbe setzen könnte, ist in diesem Bereich noch kaum etwas geschehen. Daher hat die
Fachorganisation fair-fish unter Beteiligung weiterer Organisationen – darunter der Stiftung für das Tier im Recht (TIR) – eine entsprechende Petition lanciert. Sie kann hier abgerufen werden.
Gemeinsam stellen die Organisationen und die Unterzeichner der Petition folgende Forderungen an das Schweizer Parlament:
1. Sicherstellung, dass sämtliche in Umlauf gebrachte Plastikprodukte rezyklierbar sind;
2. ein Verbot des Verkaufs von Kosmetika, Wasch- und Putzmitteln, die Mikroplastik enthalten;
3. ein Verbot für den Verkauf von Waschmaschinen ohne Mikropartikelfilter, verbunden mit einer Übergangsfrist von zehn Jahren für die Nachrüstung von Waschmaschinen, die vor Inkrafttreten des Verbots in Betrieb genommen wurden.
Die Petition kann ausgedruckt und handschriftlich unterschrieben bis voraussichtlich Ende September 2018 an fair-fish gesandt werden.